• Weinsberg

    Weinsberger Täler und Hügel, fruchtbar und klimatisch besonders begünstigt, wurden von den Römern bei der Erweiterung ihres Imperiums im 1. Jahrhundert bevorzugt besiedelt. Die Ausgrabungen eines gut erhaltenen Bades und eines freigelegten Hauptgebäudes zeugen von einer großen römischen Gutsanlage. Höchstwahrscheinlich ließen die Herren dieses Gutes neben Ackerbau auch Weinbau betreiben, denn das Genießen von Wein war bei den Römern ebenso beliebt wie das Baden in wohltemperiertem Wasser.
    Eine weltberühmte Begebenheit: Die treuen Weiber von Weinsberg, die zu einer List griffen, als der Stauferkönig Konrad III. nach langer Belagerung und Schlacht die welfische Burgbesatzung zur Übergabe zwang: Er gewährte den Frauen und Kindern freien Abzug mit aller Habe, die sie tragen konnten. Daraufhin trugen sie alle ihre Männer auf dem Rücken aus der Burg.

    Ein Arzt, Dichter und Okkultist: Justinus Kerner
    Der Namensgeber der Rebsorte Kerner, Justinus Kerner, ist einer der großen Bürger Weinsbergs. Durch die Vielseitigkeit und die persönliche Anziehungskraft des Arztes, Dichters und Okkultisten, unterstützt von der Tüchtigkeit seiner Frau, wurde Kerners Haus zum Treffpunkt der Romantiker in Schwaben, wie Nikolaus Lenau oder Gustav Schwab und vielen anderen. Heute lädt es als Museum und Gedenkstätte mit einer kostbaren Kunstsammlung ein und läßt viele Erinnerungen weiterleben.

    Stadt des Weines und der Gastlichkeit
    Nicht nur namentlich ist die Stadt Weinsberg sehr eng mit dem Wein verbunden. Sie ist Standort der ältesten Weinbauschule Deutschlands und für Wanderer mit Wein- und Wissensdurst gibt es am sonnigen Schemelsberg einen hochinteressanten Weinbau-Lehrpfad (siehe Ausflugstipps) sowie neuerdings einen Wein- und Rosenweg rund um die Burg Weibertreu.

    Nähere Infos finden Sie unter:

    Stadtverwaltung Weinsberg
    Telefon 07134/512-0
    Telefax 07134/512-199
    www.weinsberg.de
    www.stadt(at)weinsberg.de