Die beiden Winzerfamilien Seiz und Münzing aus Flein nehmen in Kooperation mit dem Fuchsschäfer André Roller aus Talheim an dem Pilotprojekt Schafe für einen ganzheitlichen & umweltverträglichen Weinbau der Hochschule Rottenburg teil.
Aber was genau machen die Tiere hier überhaupt und was wird bei dem Projekt konkret untersucht?

Mit Schafen zum guten Wein

Zunächst gehören Schafe generell zu den ersten Nutztieren der Menschheit. Sie wurden bereits vor rund 10.000 Jahren domestiziert und haben Menschen in kargen Regionen beim Überleben geholfen. Vor rund 70 Jahren war es auch keine Seltenheit, dass Tiere in den Weinbergen hausten. Denn in der Weidetierhaltung war das Futter knapp. Die Rebflächen boten somit eine super Nahrungsgrundlage. Zusätzlich war Kunstdünger teuer oder sogar überhaupt nicht verfügbar.

Heute ist das anders. Schafe im Weinberg sorgen eher für Erstaunen oder gar Kopfschütteln. Vielleicht genau deswegen möchten die Teilnehmer des Forschungsprojekts untersuchen, welche Vorteile sich durch die Flächenextensivierung und Doppelnutzung ergeben können. Beispielsweise könnten die Tiere durch folgende Vorteile den Winzer im Weinberg unterstützen:

Die Schafe fressen die Rebstöcke von störendem Bewuchs frei.

Ihre Bewegung fördert die Infiltration des Bodens.

Dank der »Mäharbeiten« der Schafe ist weniger Maschineneinsatz notwendig und CO2-Ausstoß wird vermindert.

Die Schafe »entblättern« die Traubenzone. Eine für die Weinqualität unverzichtbare Arbeit.

Der wertvolle Dung der Schafe fördert die Artenvielfalt in den Weinbergen.

Doppelnutzungssystem im Weinbau:
 Großes Potenzial, eine Anleitung muss her!

Aufgrund der vielen Vorteile besteht natürlich bei vielen Winzern sogar europaweit ein großes Interesse.  Das Hauptproblem, es gibt tatsächlich nirgends eine konkrete Anleitung für dieses System. Ohne das ist es natürlich schwer für die Weingärtner abzuschätzen, was die Umstellung bewirken würde. Dieses Forschungsprojekt ist daher sicherlich ein Schritt, hier Klarheit und konkrete Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Denn das Ziel ist einen konkreten Handlungsleitfaden zu erarbeiten, der denjenigen Winzern helfen wird, die eine Zukunft mit wuscheligen Vierbeinern in ihren Reben anstreben.

Unsere Winzerschafe vor der Kamera:
Vor Kurzem war das TV-Team vom SWR vor Ort und hat unsere Schafe bei Ihrer Arbeit, bevor Sie in ihr Winterquartier gezogen sind, gefilmt.

Diesen kurzen informativen Beitrag finden Sie in der ARD-Mediathek.

Unsere flauschigen Weinberghelfer stehen bei winterlicher  Witterung in Ihrem Winterquartier. Sie setzen ihre »Mäh- und Mulcharbeiten« im Weinberg daher zeitweise aus. Unsere Winzerschafe freuen sich aber schon bald wieder im Weinberg zu stehen. Über Ihre Unterstützung durch den Kauf der »Schafweine« freuen sich die fleißigen Wollnasen auch in ihrer Winterpause!

Die flauschigen Helfer stehen aktuell in den Fleiner Weinbergen.
Erleben Sie die Schafe hautnah bei einem Spaziergang durch die  Weinberge.
Sie finden dort noch weitere Informationen.

Unterstützen Sie die Winzer und das Projekt durch den Kauf der Fleiner Winzerschaf-Weine.

> Schwarzriesling

> Riesling trocken

Ganz ausgeschrieben läuft das Projekt im Übrigen unter folgendem Titel:
W3:  Win-Win im Weinberg – innovatives, ökologisches und ökonomisches Weinbergmanagement mit extensiver Schafbeweidung.
Mehr zu diesem Forschungsprojekt finden Sie auch hier, auf der
Rottenburg Hochschulseite.